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Wir erhoffen Allâhs Belohnung zur Haddsch-Zeit – Teil 1

Wir erhoffen Allâhs Belohnung zur Haddsch-Zeit – Teil 1

Aller Lobpreis gebührt Allâh und möge Allâh den Gesandten Allâhs in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken!

Die Leute kommen aus den östlichen und westlichen Gegenden der Erde zur Harâm-Moschee, wobei sie sich nach ihr sehnen. Jemand, der die Situationen dieser Leute betrachtet, findet, dass sie schändliche Verstöße gegen die Scharî'a begehen. Selbst wenn sie das begehen, sollen wir eine gute Meinung von ihnen haben, dass sie dies nur aus Unwissenheit begehen. Daher ist es für die Gelehrten erforderlich, dass sie die Gelegenheit des Kommens dieser Leute aus ihren Ländern benutzen und ihnen den wahren Islâm erklären, und zwar nicht nur an den Haddsch-Tagen, sondern auch in den ganzen Monaten des Haddsch. Denn sie kommen frühzeitig zur Harâm-Moschee, wobei wir zum Sich-Beeilen um die Wohltätigkeiten verpflichtet sind. Allâh der Erhabene sagt: „Und strebt eilends nach Vergebung von eurem Herrn und einem Paradiesgarten, dessen Ausdehnung Himmel und Erde ist, bereitet für die in Ehrfurcht gegenüber Allâh Demütigen.“ (Sûra 3:133).
Der Gesandte  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Beeilt euch um die Handlungen! ...“ Zu den Handlungen, die des Sich-Beeilens bedürfen, gehören die auf Andere bezogenen Handlungen, wie etwa das Gebieten des Rechten und das Verbieten des Verwerflichen.
Warum erhofft man sich die Belohnung Allâhs beim Haddsch?
- Wegen der rituellen Reinheit des Ortes, zu dem die Leute kommen.
- Wegen der Bedeutsamkeit der Pflicht, die der Mensch verrichtet.
- Aufheben polytheistischer unerlaubter Neuerungen, bei denen man fürchtet, dass diese in den Haddschis verankert sind, und zwar wenn sie diese am bedeutendsten Ort auf Erden sehen.
- Der Haddschi soll bei seiner Rückkehr zu seinen Familienangehörigen ein Reformgesandter sein, indem er die richtige Religion mitbringt.
- Verbesserung der Glaubensgrundlagen bei den Haddschis, die ihr Leben verbrachten und ihr Vermögen ausgaben, damit sie diese Pflicht durchführen, mit vergebenen Sünden zurückkehren und ein versprochenes Paradies erlangen.
- Befolgen der Rechtleitung des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken und der Methode der rechtschaffenen Vorfahren in dieser Angelegenheit.
Verhaltensweise des Propheten und dessen Gefährten hinsichtlich Missbilligung falscher Handlungen beim Haddsch
Die Verhaltensweise Muhammads  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken beim Haddsch bestand darin, dass er pflegte, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten. Als der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken einen Mann hörte, der die Absicht traf den Haddsch für einen Anderen durchzuführen, während er für sich selbst den Haddsch noch nicht verrichtet hatte, fragte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ihn: „Hast du schon den Haddsch für dich selbst durchgeführt?“ Der Mann verneinte dies. Da sagte der Gesandte: „Führe erst den Haddsch für dich selbst durch und dann für Schubruma [den anderen Mann]!“ (Ahmad, Abû Dâwûd, von Al-Albânî als authentisch eingestuft)
Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken missbilligte seine Gefährten  möge Allah mit ihnen zufrieden sein, die keine Opfertiere schlachteten, als sie sich beim Verlassen des Ihrâm-(Weihe-)Zustandes verspäteten und ärgerte sich darüber, sodass er sie zum Verlassen des Ihrâm-Zustandes aufforderte. Sie  möge Allah mit ihnen zufrieden sein traten aus dem Ihrâm-Zustand aus, hörten dies und leisteten dem Gesandten den Gehorsam. Ebenso tadelte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken Al-Fadl ibn Abbâs, als dieser hinter dem Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken auf einem Reittier ritt. Da kam eine Frau aus dem Stamm Chath'am und Al-Fadl schaute sie an. Daraufhin ließ der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken Al-Fadl auf die andere Seite blicken. Auf diese Weise verhielten sich die rechtschaffenen Vorfahren  möge Allah mit ihnen zufrieden sein nach dieser Methode.
Schudschâ ibn Al-Walîd sagte: „Ich führte einmal den Haddsch mit Sufyân Ath-Thaurî durch. Er hörte nicht auf, immer wieder das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten.“ (Hilyatu-l-Auliyâ.)
Abdullâh ibn Muhammad ibn Abdullâh Al-Asadî, der unter dem Namen Ibn Al-Akfânî bekannt ist, berichtete: „Ich hörte meinen Vater sagen: »Eines Jahres führte ich den Haddsch durch. In diesem Jahr verrichteten Abû Al-Qâsim Abdullâh ibn Muhammad Al-Baghâwî und Abû Bakr Al-Âdamî Al-Qârî den Haddsch. Als wir in die Stadt des Gesandten kamen, kam Abû Al-Qâsim Al-Baghâwî zu mir und sagte mir: ΄Da gibt es einen blinden Mann, der einige Menschen in der Moschee des Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sammelte, ihnen Lügen erzählte und erfundene Hadîthe sowie unechte Überlieferungen berichtete. Was meinst du? Sollen wir zu ihm gehen, damit wir dies bei ihm missbilligen und ihm das verbieten?΄ Ich sagte: ΄O Abû Al-Qâsim! Unsere Worte haben im Vorhandensein dieser großen Menschenmenge keine Auswirkung. Und wir sind nicht in Bagdad, wo man unsere Stellung kennt. Hier ist es jedoch anders. Und dies ist das Richtige.΄ Ich wandte mich Abû Bakr Al-Âdamî zu und sagte: ΄Bereite dich vor und lies!΄ Sobald er zu lesen begann, trennten sich die Menschen und umgaben uns, um das Lesen von Abû Bakr zu hören, indem sie den Blinden allein ließen. Alsdann hörte ich den Blinden zu seinem Führer sagen: ΄Nimm meine Hand! So fallen die Gnaden weg.΄«“ (Târîchu Bagdad.)
Wie schön, bei Allâh, ist es, dass die einladend Aufrufenden und die Reformer den Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken und dessen Gefährten bei dieser großen Moral zum Vorbild nehmen und sich selbst als ein gutes Vorbild für die Menschen machen, und zwar bei allen Handlungen, insbesondere zur Zeit des Haddsch, sodass sie unter den Menschen die Vorausgeeiltesten zum Tun des Guten werden, zu dem sie auffordern, und sich am meisten von dem weit entfernen, was sie verbieten, sowie hinsichtlich dessen am vorsichtigsten sind!

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